Reiseapotheke

Klein, aber fein: die Reiseapotheke -
Pack sie ein!

Sind die Koffer mal gerichtet und liest man sich seine „Packliste" so durch, steht häufig noch die „Reiseapotheke" aus. Diese will bedacht bestückt sein, denn viel Gepäck versuchen wir gerade bei Flugreisen zu vermeiden.
Hier deshalb einige Gedächtnisstützen, welche Ihnen helfen werden, die für ihre Familie und Sie individuelle mobile Apotheke mit auf die Reise zu nehmen.
Wer in die Ferne schweift, bleibt von Ungemach nicht immer verschont. Die Anpassung an andere Zeitzonen, Klimaverhältnisse und Nahrungsmittel kann zu unterschiedlichen Beschwerden führen.

Wer an einer chronischen Erkrankung wie z.B. Diabetes oder Bluthochdruck leidet, wird sich im Vorfeld von seinem Hausarzt die nötige Menge an Medikamenten verordnen lassen.

Denken sie daran, bei Flugreisen ihre Dauermedikamente möglichst bei sich im Handgepäck mitzuführen, so haben Sie diese bei einer auftretenden Verspätung stets griffbereit.

Eine Zahnbürste oder Mundwasser wirkt in diesen lästigen Situationen oft sehr erfrischend. Erinnern Sie sich, welche Dinge Ihnen auf der letzten Reise gefehlt haben? Nehmen Sie sie dieses Mal doch einfach mit!

Die Klassiker der Reiseapotheke sind Schmerzmittel, Präparate bei Verdauungsbeschwerden und entzündungshemmende Salben. Eine Checkliste mit Präparatebeispielen für übliche Reisebeschwerden hierzu habe ich Ihnen zusammengestellt.

Jeder dritte Reisende in südliche Länder leidet im Laufe der Zeit unter Durchfall. Hier zählt auch die Devise: „Nichts essen, was nicht gekocht oder geschält wurde!". Bei nicht bakteriell bedingtem Durchfall sind Präparate mit dem Wirkstoff Loperamid geeignet. Es gibt sogar ein Präparat, welches auch ohne Wasser eingenommen werden kann, da es im Mund schmilzt und dann einfach mit dem Speichel geschluckt wird (Imodium®akut lingual). Bei blutigen Durchfällen und hohem Fieber oder wenn der Durchfall länger als drei Tage andauert, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Vorbeugend kann man seine Darmflora auch mit dem Präparat Perenterol® auf die Reise vorbereiten. Bei diesem Präparat, welches auch für Kinder, Stillende und Schwangere geeignet ist, konnte die Wirksamkeit gegen Durchfall nachgewiesen werden.

Speichelfluss, Erbrechen und Schwindel. In schweren Fällen kann sich das bis zur völligen Teilnahmslosigkeit steigern. Lassen Sie sich ihre Reise nicht vermiesen, wenn Sie dafür anfällig sind und nehmen Sie diese Medikamente am Besten schon eine halbe Stunde vor Reisebeginn ein. Zur Aufbewahrung der Reiseapotheke empfielt sich ein zusätzlicher Kosmetikbeutel oder eine bei uns erhältliche leere Reiseapothekentasche. Für das Handgepäck im Flugzeug sind für Flüssigkeiten Behälter bis 100 ml, die in einem handelsüblichen, durchsichtigen und wiederverschließbaren Plastikbeutel (z.B. mit Zipp-Verschluss) von maximal einem Liter Fassungsvermögen transportiert werden, erlaubt. Der Beutel darf eine beliebige Anzahl von Gefäßen enthalten, muss aber vollständig zu verschließen sein. Pro Passagier ist nur ein solcher Beutel erlaubt. Medikamente und Spezialnahrung (z. B. Babykost), die während des Fluges an Bord benötigt werden, können auch außerhalb des Beutels mitgenommen werden. Die Passagiere müssen diese an der Kontrollstelle ebenfalls getrennt vom übrigen Handgepäck vorlegen und den Bedarf plausibel begründen.

Um bei Flugreisen zu vermeiden, dass die Ohren zufallen und Schmerzen verursachen, kann beim Start ein „Startbonbon" gelutscht werden. Dieses bewirkt eine bessere Belüftung der Eustachischen Röhre, der Verbindung zwischen Ohr und Nase. Dies klappt kurioserweise jedoch nur beim Steigflug, also bei abnehmendem Außendruck. Im Landeanflug wird folgende Methode empfohlen: Nase zuhalten und die Luft in die Nase pressen, bis es in den Ohren knackt. Unterstützend kann jeweils, gerade auch bei Kindern, direkt vor Start und Landung ein abschwellendes Nasenspray angewendet werden - also ab damit ins Handgepäck!